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Teil 4 der Interview-Reihe "Aufschlag/Rückschlag".

In dieser Woche stellt sich Damenspielerin Corinne Wacker den Fragen des Ressorleiters Medien.

Wie lange spielst du schon Tischtennis und wie ist es dazu gekommen? 
CW: Ich habe in der 4. Klasse etwas angefangen zu spielen, da war ich ungefähr 9 oder 10 Jahre alt. Ich wurde im Schullandheim in Lindenfels von einer Betreuerin beim Spielen an einer Tischtennisplatte darauf angesprochen, ob ich nicht Lust hätte im Verein (TSG 1882 Wixhausen) anzufangen, da ich ja ganz gut wäre. Vorher habe ich immer mal wieder mit meiner Oma zu Hause im Garten zum Spaß Tischtennis gespielt. Seitdem spiele ich - mit einer Unterbrechung im Alter von 14 Jahren, wo ich keine Lust mehr hatte - Tischtennis.

 
2015 folgte der Schritt von Wixhausen zum TTV, wie kam dieser Wechsel zu stande?
CW: Leider hat sich die Damenmannschaft in meinem früheren Verein vor mehreren Jahren kurz vor Saisonantritt (und Aufstieg in die Bezirksliga) aufgelöst. Die Gründe der anderen Spielerinnen waren unterschiedlich, etwa ein Wechsel in einen anderen Verein, krankheitsbedingtes Aufhören, etc. . Danach habe ich ja mehrere Jahre bei den Herren in der 1. Kreisklasse gespielt, aber ich konnte als Dame in einer Herrenmannschaft nicht auf Bezirksebene spielen und obwohl mir das Spiel in einer Herrenmannschaft großen Spaß gemacht hat – vor allem hatte ich dort einen sehr guten Doppelpartner, Ernst Lehr, mit dem ich auch häufig das Schlussdoppel gespielt habe und gewann - hatte ich keine Möglichkeit weiter aufzusteigen und ich war dadurch dann auch irgendwann nicht mehr sehr motiviert. Letztlich wurde ich von Gerald Lukas per Mail angesprochen, ob ich nicht Lust hätte wieder in einer (erfolgreichen) Damenmannschaft zu spielen. Das hatte ich und außerdem fand ich es schön, auch wieder selbst Systemtraining mit einem Trainer zu haben, um mein Spiel weiter zu verbessern. Allerdings bin ich auch weiterhin im Jugendbereich meines alten Tischtennisvereins als Jugendleiterin tätig und gebe dort auch noch Jugendtraining, weil mir der Nachwuchs sehr wichtig ist.

 
Die fünf Saisons zuvor hattest du in Herren-Mannschaften gespielt, was sind die Unterschiede zwischen dem Spielen in Herren- oder Damenmannschaften?
CW: Teilweise habe ich das Spiel gegen Männer sehr genossen, da es einige Exemplare gab, die ersichtlich große Probleme damit hatten, gegen eine Frau zu verlieren ;-). Psychologisch war ich da meist im Vorteil. Allerdings bin ich eine Blockspielerin und warte lieber auf eine Aktion des Gegners und ich musste mich erst daran gewöhnen, dass Männer meistens ein schnelleres Angriffsspiel spielen als Frauen. Allerdings braucht man im Spiel gegen Männer auch gelegentlich ein "dickes Fell", ich wurde einmal auch verbal beleidigt, was mir bei Spielen gegen Frauen - jedenfalls bisher - noch nicht passiert ist.
 

Was sind deine Highlightmoment seit dem Wechsel im TTV?
CW: Ein Highlight ist definitiv der Hessenpokalsieg im letzten Jahr (Saison 2015/16) mit meiner Damenmannschaft gewesen und natürlich auch der Aufstieg in die Bezirksoberliga!

  
Wie lautet das Saisonziel für die Damenmannschaft für die kommende Saison deiner Meinung nach?
CW: Ich denke einen Rang unter den ersten 4 Listenplätzen von 9 Mannschaften in der Tabelle nach dem letzten Spieltag ist realistisch, aber das hängt natürlich nicht nur von unserer Spielstärke, sondern auch von den Spielstärken der anderen Mannschaften ab.


Ganz persönlich stehst du aktuell auf einem so hohen TTR-Punkte-Niveau wie nie zuvor. Was ist dein persönliches mannschaftsunabhängiges Ziel für das nächste Jahr / die nächsten Jahre?
CW: Das Problem ist, dass ich im hinteren Paarkreuz nur selten Gegenerinnen mit gleichvielen Punkten habe und dadurch eher mehr Punkte verlieren (bei einer Niederlage), aber leider nur wenig Punkte gut machen kann (bei einem Sieg). Mein persönliches Ziel außerhalb des Sports ist es innerhalb der nächsten 3-4 Jahre meine Promotion in Biologiedidaktik an der Universität zu Köln erfolgreich zu beenden und danach in diesem Bereich einen Job zu finden. Das ist gerade im Wintersemester, wenn die nächste Saison beginnt auch immer organisatorisch eine Herausforderung.

Der TTV wünscht Corinne Wacker für die erfolgreiche Kombination von Karriere und Sport viel Erfolg und freut sich auf viele weitere für den TTV gewonnene Punkte.

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